Laut einer Studie des Schweizer Elektromobilitätsverbands Swiss eMobility sollen bis 2030 zwischen 72 und 94 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge zumindest teilweise elektrisch unterwegs sein. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung kann sich vorstellen, ein E-Auto zu kaufen. Dennoch hält sich hartnäckig das Vorurteil, das Laden von E-Autos dauere vielfach zu lange und die nächste Schnellladestation sei vor allem ausserhalb der grossen Städte oftmals zu weit entfernt.
Die Mobilitätsgruppe des Schweizer Unternehmens Energie 360° – bestehend aus Energie 360°, Gofast, Move Mobility und Swisscharge – will dies ändern und baut ihr Schnellladenetz stark aus. Das Laden soll flächendeckend und möglichst unkompliziert dort erfolgen, wo das tägliche Leben stattfindet. Seit dem Zusammenschluss mit Move Mobility im Sommer 2025 betreibt die Gruppe landesweit rund 1700 öffentliche Schnellladepunkte.
Was bringen Schnellladestationen?
Im Unterschied zum in der Regel langsameren Laden zu Hause, bei dem ein Ladevorgang mehrere Stunden dauern kann, ermöglichen Schnellladestationen ein deutlich rascheres Aufladen von E-Autos. Je nach Fahrzeugtyp, Ladeleistung und Batteriezustand kann ein Akku in 15 bis 60 Minuten vollgeladen werden. Somit ist das E-Auto nach dem Einkaufen, Essen oder Kaffeetrinken schon geladen. Die Ladeleistungen der Stationen der Mobilitätsgruppe liegen zwischen 50 und 400 Kilowatt. Der benötigte Strom stammt bei Energie 360° vollständig aus erneuerbaren Quellen.
Zusätzlich zu den Schnellladestationen betreibt die Gruppe rund um Energie 360° gut 6000 weitere öffentlich zugängliche Ladepunkte. Dies entspricht derzeit über einem Drittel des schweizweiten Angebots.
Das Ziel: unkomplizierter Zugang zu Ladeinfrastruktur für alle
In den letzten Monaten hat Energie 360° unter anderem Standorte in Biel (BE), Egerkingen (SO), Murten (FR), Lausanne, Domat/Ems (GR) und Allschwil (BL) eröffnet. Bis 2026 plant das Unternehmen über 200 Coop-Filialen mit Ladeinfrastruktur auszurüsten. Es sind mehr als 150 zusätzliche Schnellladestationen vorgesehen. Gofast will die Ladeinfrastruktur an 100 Aldi-Standorten ausbauen. Auch Move Mobility treibt den Ausbau in allen Sprachregionen der Schweiz voran und plant über 20 neue Schnellladestandorte. Swisscharge bindet die Ladestationen ins Netz ein und vereinfacht beispielsweise die Abrechnung.
Die Strategie der Mobilitätsgruppe zielt darauf ab, Schnellladen dort zu ermöglichen, wo es im Alltag am meisten gebraucht wird. Neben Coop und Aldi zählen auch McDonald’s und weitere Standorte mit hoher Kundenfrequenz zu den Schnellladestandorten. Reto Baschera, Leiter Mobilitätsgruppe Energie 360°: «Wir freuen uns, mit den Marken Energie 360°, Gofast, Swisscharge und Move Mobility als Nummer 1 für Ladeinfrastruktur die E-Mobilität in der gesamten Schweiz entscheidend und rasch voranzubringen.»
Eine flächendeckende, einfach zugängliche Ladeinfrastruktur und die Möglichkeit zum Schnellladen sind sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eine zentrale Voraussetzung für den Umstieg auf E-Autos.



