Mit dem wachsenden Energiebedarf in der technologisierten Welt nehmen auch die Fragen um eine sichere Stromversorgung zu: Kann das Stromnetz den Verbrauch von heute und morgen decken? Droht eine Mangellage? Diese Fragen stellten sich bereits vor der Ukraine-Krise; doch mit dem Krieg haben die Sorgen noch zugenommen.
Deshalb wächst der Wunsch vieler Hauseigentümerinnen und -eigentümer, sich autark – also unabhängig vom Stromnetz – versorgen zu können, zum Beispiel mit Hilfe einer eigenen Photovoltaik-Anlage und Stromspeicherung. Doch wie unabhängig kann ein Gebäude sein?
Im (eher unwahrscheinlichen) Falle eines Blackouts fällt auch die herkömmliche Solaranlage aus. Grund dafür ist, dass sich der Wechselrichter bei einem Netzausfall ausschaltet. Ein Not- oder Ersatzstromsystem versorgt ein Eigenheim in so einem Fall weiterhin mit Strom. Nach einer kurzen Umschaltpause kann auf den eigenen Notstrom oder Ersatzstrom zurückgegriffen werden.
Voraussetzung hierfür ist aber eine eigene Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher. Nur so ist die zeitweise vollkommen unabhängige Selbstversorgung möglich. Dies aber natürlich nur so lange die Sonne genügend scheint und die Batterie ausreicht. In der Schweiz ist deswegen ein autarkes Leben gerade in den Wintermonaten unrealistisch.
Hohe Eigenversorgung hilft der Umwelt
Trotzdem spricht nichts gegen eine hohe Selbstversorgung, vor allem auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Je mehr Strom lokal produziert und verbraucht wird, umso weniger fällt dies der Umwelt zur Last. Den Wunsch nach einer hohen Selbstversorgung hat sich deshalb auch Frieso Aeschbacher erfüllt.
Mit Hilfe von Solarmodulen und einer Speicheranlage lebt er während der sonnigen Monate zu fast neunzig Prozent vom eigenen Strom. Sein Zuhause ist ausserdem ein «Smart Home». «Durch intelligente Gebäudeautomationen wird unser Stromverbrauch bestmöglich gesteuert, wodurch wir das Optimum aus unserem unabhängigen Versorgungssystem herausholen können», sagt Frieso Aeschbacher. Jedes intelligente System spart einige Prozente Strom, was sich in der Summe zu einem nennenswerten Mehrwert entwickelt.



