Fabi Riesen tüftelte mit seinen Kindern im Wohnzimmer, als sie auf die Idee kamen, einen Flugsimulator zu bauen. Schon bald war eine Bewegungsplattform gebaut, die funktionierte. Da stellte sich die nächste Frage: Kann man das Flugerlebnis mit einer Virtual-Reality-Brille noch echter machen?
Unterstützung fand Fabi Riesen schliesslich beim «Interdisziplinären Zentrum für Künstliche Intelligenz» an der Ostschweizer Fachhochschule OST. Aus der Zusammenarbeit entstand ein Prototyp, der damals eine Weltneuheit war.
Von der Idee zur Realität
Viele Entwicklungsstunden später war aus der Idee ein virtueller Flugsimulator für Helikopter entstanden, dem die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) im Jahr 2021 die Qualifikation für professionelles Pilotentraining verlieh.
Inzwischen liegt auch die Anerkennung der Amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) vor. Fabi Riesen bringt die Vorteile ihrer Innovation auf den Punkt: «Unsere Simulatoren helfen, CO2 zu reduzieren und Lärm zu vermeiden, da viel weniger im richtigen Helikopter geübt werden muss.»
Duale Berufsbildung ermöglicht Innovation
Die Verbindung aus praktischem Wissen und theoretischer Bildung bildet die Grundlage für den Erfolg von Loft Dynamics. Nicht nur haben die Gründer des Unternehmens vor ihrem Ingenieurstudium eine Berufslehre absolviert, auch haben verschiedene Mitarbeitende diesen Weg gewählt.
Einer von ihnen ist Manuel Wagner. «Ich hatte nach der langen Schulzeit im Gymnasium das Bedürfnis, auch etwas anderes zu sehen und in die Praxis zu gehen», erklärt er. Nach zwei Zwischenjahren entschied sich Manuel, beim AZW Ausbildungszentrum und Loft Dynamics eine Way-Up-Lehre zu machen.
«Während der intensiven Ausbildung habe ich die Möglichkeit, konkret an neuen Technologien mitzuarbeiten und auf diese Weise etwas zu Themen wie Energieeffizienz und Klimaschutz beizutragen», erklärt er.




